In das Herz des Hochlandes zur Askja (23. Juli)

Das zentral im Hochland gelegene Vulkangebiet Askja soll heute unser Ziel sein. Den letzten großen Ausbruch gab es 1961. Das ganze Gebiet ist ca. 600 m2 groß und gut 4500 Jahre alt. In der Mitte befindet sich ein großer See der bis zu 220 Meter tief ist. Am Rand liegt ein kleiner Explosionskrater der ebenfalls mit Wasser gefüllt ist. Das soll sogar Badewassertemperatur haben. Sieht aber mit seinen Schwefelschlieren nicht wirklich einladend aus. Es gibt vom Norden aus zwei Möglichkeiten zur Askja zu kommen. Wir nehmen die F88 und haben damit gut 100 km Anfahrt. Die zunächst relativ gerade verlaufende Piste führt geradewegs an dem Tafelberg Herdubreid vorbei, der eine kleine Schneekrone trägt. Es geht durch eine Geröllwüste und vorbei an Lavafeldern immer weiter südlich der Askja entgegen. Unterwegs sind einige Furten zu überwinden. Die Furt Lindaa bereitet einer Gruppe Motorradfahrern nasse Füße und in einem Fall auch nasses Gepäck. Zum Glück ist aber niemand verletzt worden. An der Hütte Dreki angekommen nehmen wir erst einmal einen kleinen Mittagsimbiss zu uns. Wie so oft ist die Hauptspeise Tunfisch, Tomaten und Brot. 🙂 Dann geht es weiter zu einem kleinen Parkplatz wo unsere Wanderung zum Krater beginnt. Knapp 2, 5 m hin und 2, 5 km wieder zurück durch eine Schneewüste stampfen wir dem Krater entgegen.

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Am Ende unserer Wanderung steht dann noch neben unserem Auto das Auto der Bergwacht. Beeindruckend aber in D leider nicht TÜV fähig.

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Für den Rückweg nehmen wir die zweite Route über die F910 und F905 in Richtung Modrudalur wo wir übernachten werden. Anfangs geht es durch eine helle Bimssteinwüste, in der verteilt dunkle Lavabrocken liegen. So muss es auf dem Mond aussehen. Das hatten sich auch die Amerikaner gedacht, denn die haben hier für ihre Mondlandeprogramme geübt. Es sind wieder einige Furten zu meistern die es jetzt so spät in sich haben. An einer steht am anderen Ufer ein etwas verzweifelt aussehender Geländewagenfahrer und schaufelt Wasser aus seinem Auto. Als wir drüben angekommen sind fragen wir ob er Hilfe braucht (Es stand aber bereits ein Helfer dort, der den „Abgesoffenen“ wohl auch raus gezogen hat). Etwas zu schnell hineingefahren sei er und das dann leider noch ohne Schnorchel. Da hat der Motor Wasser gezogen und ist in der Mitte der Furt ausgegangen. Uns ist beim Durchfahren das Wasser über die Motorhaube geschwabt und der Wagen ist deutlich vom Wasser zur Seite  gedrückt worden. Die Kraft die in solchen Flüssen steckt ist schon sehr gewaltig und flöst Respekt ein.

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Ein Kommentar zu In das Herz des Hochlandes zur Askja (23. Juli)

  1. Simone sagt:

    Ihr seid echt zwei Abenteurer!

    Und wir sind hier stolz, wenn wir erfolgreich die gesperrte B7 umschifft haben…………ts, ts, ts.

    Bleibt schön vorsichtig!

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