Die Westfjorde (16. Juli)

Die Nacht war regnerisch und kalt. Die Wiese auf der wir uns nieder gelassen haben war am Morgen vom Regen aufgeweicht.  Wir packten unsere Sachen und gingen in das unmittelbar nebenan liegende Freibad. In Island hat fast jedes kleine Dorf so ein kleines Freibad. Nachdem wir uns im Hotpot gut aufgewärmt hatten gingen es gegen Mittag in Richtung Westfjorde. Wir folgten der 60 zunächst nördlich und dann westlich auf die Westfjorde. Es ging rauf und runter und etliche Kurven lagen auf unserem Weg. Irgendwann gegen Mittag machte sich das nicht eingenommene Frühstück bemerkbar. An einem Picknickplatz haben wir dann ersteinmal angehalten und ausgiebig gegessen. Die 60 war mittlerweile zu einer Piste geworden. Es staubte und rüttelte ordentlich. In einem kleinen Ort haben wir dann ersteinmal getankt und das Auto von außen vom Staub und Dreck der letzten Tage befreit. Das ist in Island an vielen Tankstellen kostenfrei möglich. Meist hängt ein Wasserschlauch mit einer Bürste an einem Waschplatz zur freien Verfügung. Weiter ging es den Fjorden entgegen. Die Westfjorde sind dünn besiedelt, was auch die überwiegend unbefestigten Straßen erklärt. Brücken zwischen den einzelnen Fjorden sind nur wenige vorhanden. Wofür auch? Es ist einfach zu wenig Verkehr dort. Das führt aber natürlich dazu das man nahezu den gesamten Küstenstreifen eines jeden Fjords abfährt. Dabei geht es in meist vielen Spitzkehren rauf und runter. Die steilen Hänge sind auch mitte Juli noch mit einzelnen Schneefeldern bedeckt. Oben auf den Platos der Gebirgszüge liegt noch einiges an Schnee, der für viele Wasserfälle sorgt. Unser Ziel für heute war der Südwestspitze der Westfjorde. Bei Breidavik haben wir unser Lager aufgeschlagen. Morgen werden wir ganz in die Spitze hinein fahren und uns den Vogelfelsen Bjargtangar anschauen. Wenn wir Glück haben sehen wir unsere ersten Papageientaucher.

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